Rezensionen zu

Orgeldokumente 7033

Innsbruck, Hofkirche Orgel von Jörg Ebert, Ravensburg, 1561

Klangbild: Sehr ausgewogen, unaufdringliche, natürliche Räumlichkeit.

Es ist nicht nur ein orgeldenkmalpflegerisches Verdienst, das sich die Reihe Pape Orgeldokumente mit der Vorstellung der Ebert-Orgel in der Innsbrucker Hofkirche erworben hat. Pape macht sich damit ebenso um eine Erziehung zum stillen Hören verdient, ein wichtiges Kontrastprogramm auch zu auftrumpfender Orgelmusik auf Mammutinstrumenten. Die von Michael Radulescu ausgewählten, sorgsam registrierten und stilgerecht interpretierten Werke sind freilich weit davon entfernt, etwa »langweilig« zu klingen.

Das einzige überlieferte Instrument des angesehenen Bodensee-Meisters Jörg Ebert, das nach mancher Veränderung und Bedrohung 1970-76 von Jürgen Ahrend aus Leer/Ostfriesland aufs vorzüglichste restauriert wurde, hat so farbige, charaktervolle, kontrastierende und weich verschmelzende Stimmen, daß man den Renaissance-Komponisten von Schlick und Hofhaimer bis Hans Kotter immer neu zuhören kann ...«

Herbert Glossner in Fono Forum, 1985, Heft l.

 

»... The instrument featured is a breathtakingly beautiful one from the middle of the 1500s which serves the music exquisitely.

Michael Radulescu, the performer, demonstrates the instrument well by frequent changes of registration for each verset which shows the individual colors of the organ to great advantage ... Of particular beauty is the unequal temperament in which the instrument is tuned ...

With the records come the extensive notes (in German) on the instrument, music, and player, including some very attractive photographs of the instrument. For players interested in unusual programming or especially early music, this is certainly a worthwhile addition to the growing list of recordings in that area.«

Stephen L. Pinel in The Tracker, Volume 28, Number 4, 1984.