CD, 24 Seiten Booklet

Orgeldokumente 7044

Berlin-Kreuzberg, Kirche zum Heiligen Kreuz
Orgel von E. & G.G. Hook, Boston, Opus 553, 1870

George Bozeman spielt Werke von Buck, Gottschalk, Dunham, Cundick und Yon.

Die Hook-Orgel von 1870 aus Woburn, Mass., wurde 1991 in Amerika abgebaut, von der Firma Hermann Eule Orgelbau restauriert und 2001 in der Kirche zum Heiligen Kreuz in Berlin Kreuzberg wieder aufgestellt. Für Berlin ist diese Orgel von besonderer Bedeutung, weil es sonst kein Instrument gibt, auf dem man Orgelwerke der Frühromantik angemessen präsentieren kann. Mittlerweile hat sich die Kirche zum Heiligen Kreuz als Zentrum der Berliner Orgelkultur etabliert. Hier finden in regelmäßigen Abständen Orgelkonzerte statt. Im Juni und Juli 2007 ist die Hook-Orgel Mittelpunkt der diesjährigen Berliner Orgel-Festwoche.

George Bozeman, Deerfield, NH, USA, ist Orgelbauer und Organist. Er erhielt seine hand¬werkliche Ausbildung bei Otto Hofmann, Austin, Texas, und Fritz Noack, Georgetown, und seine musikalische Ausbildung bei Anton Heiller in Wien. Er konzertiert regelmäßig in Amerika und Europa und war bereits mehrmals Gast in Kreuzberg.

Das Booklet im Umfang von 24 Seiten enthält Beiträge über die Orgel und die Werke von Uwe Pape, George Bozeman und Barbara Owen.

Die vorliegende CD ist Bozemans dritte Einspielung und entstand im Herbst 2006 anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Wiedereinweihung der Hook-Orgel in Deutschland. Bozeman spielt ausschließlich Werke amerikanischer Komponisten, die in Deutschland kaum bekannt sind. Diese CD ist eine Benefiz-Edition: mit 3,30 € pro verkaufte CD unterstützen wir die Finanzierung der Restaurierung.

12,00 €

CD, 24 Seiten Booklet

Orgeldokumente 7033

Innsbruck, Hofkirche
Orgel von Jörg Ebert, Ravensburg, 1561

Michael Radulescu spielt Werke von Hofhaimer (das komplette Orgelwerk), Kotter, Brumann, Nachtigall, Buchner und Schlick

Die Aufnahme mit Michael Radulescu an der Ebert-Orgel in der Hofkirche zu Innsbruck entstand im Sommer 1982 und gehört zu den schönsten Aufnahmen, die wir seinerzeit in unserem Schallplattenprogramm anzubieten hatten: Wir haben sie jetzt als CD neu aufgelegt.

Michael Radulescu, Wien, ist bekannt für seine faszinierenden Interpretationen alter Musik. Die Orgel ist eine Besonderheit europäischer Orgelkultur und gehört dank der Restaurierung durch Jürgen Ahrend zu den wichtigsten Instrumenten der musikalischen Welt vor 400 Jahren.

Jörg Ebert aus Ravensburg hat 1561 in Ergänzung des berühmten Renaissance-Denkmals Kaiser Maximilians in der Innsbrucker Hofkirche die im Presbyterium aufgerichtete Orgel fertiggestellt. Durch glückliche Umstände, vor allem durch Nichtbeachtung über einen langen Zeitraum hinweg, ist diese Orgel im hohen Maße original in Substanz, Form und Klang erhalten. Sie ist heute neben Rysum die älteste, voll funktionsfähige Kirchenorgel nördlich der Alpen, ein einheitliches Kunstwerk noch aus der Zeit der Vielstimmigkeit vor dem Generalbass-Zeitalter.

Rezensionen

12,00 €

CD, 16 Seiten Booklet

Orgeldokumente 7022

Berlin Zehlendorf, Ernst-Moritz-Arndt-Kirche

Orgel von Alexander Schuke Orgelbau, Potsdam, 1935
George Bozeman, Orgel 

Die unter Denkmalschutz stehende Orgel wurde 1935 von Karl und Hans-Joachim Schuke aus Potsdam erbaut. Sie ist das erste größere Instrument Schukes mit Schleifladen und mechanischer Spieltraktur und gehört zu den bedeutenden Werken der Orgelbewegung. Es zeichnet sich durch eine für jene Zeit bemerkenswert ausgewogene Disposition aus.

Das Instrument verfügt über 25 Register auf zwei Manualen und Pedal und besitzt ein gutes Prinzipalgerüst in den Manualen, das durch einen großzügig angelegten Zungen­chor zu einem kräftigen Plenum aufgebaut wurde. Den Prinzipalchor stehen 14 Gedackte, Flöten, Aliquote, ein Salicet 2´ sowie Regal 8´ und 2´ gegenüber – alles in allem ein progressives und für die damalige Zeit vergleichsweise ausgewogenes Konzept.

Die Orgel ist weitgehend unverändert erhalten und steht wie die Kirche unter Denkmalschutz. Sie wurde 1965 geringfügig umintoniert, und zwar von Karl Schuke, der sie auch 1935 intoniert hatte. Im September/Oktober 2005 wurde das Instrument gereinigt, unmittelbar vor der vorliegenden Tonaufnahme.

Für das Instrument wurden speziell Werke von Hugo Distler und Ernst Pepping ausgesucht, und zwar

  • Ernst Pepping: Kleines Orgelbuch, 18 Choralvorspiele
  • Ernst Pepping: Concerto I: Intrada - Aria alla Passacaglia - Fuga
  • Hugo Distler: Aus 30 Spielstücke Opus 18/I die Stücke 1 bis 11.

Beide waren in Berlin als Komponisten tätig und schufen Werke für Orgel und Chor mit bizarren Klängen, ungewöhnlich für die vorangegangene Zeit der Romantik, aber typisch für die Jahre des musikalischen Aufbruchs nach dem I. Weltkrieg - Werke, die in Fachkreisen und in der Musikbewegung hohe Anerkennung erfuhren.

Das Besondere der neuen CD ist die stilistische Übereinstimmung von Instrument und Werken. Die Orgel von 1935 ist wie kein anderes Berliner Instrument für die Darstellung der in den dreißiger Jahren komponierten Orgelwerke geeignet. Die Klangwelt der Orgelbauer und die musikalischen Vorstellungen der mit Berlin verbundenen Tonsetzer passen ausgezeichnet zusammen.

George Bozeman ist Kirchenmusikdirektor in New Hampshire, USA. Er konzertierte bereits mehrfach in Berlin und im Land Brandenburg. Ein 16-seitiges Booklet enthält Farbfotos sowie Beiträge über die Orgel, die Werke und den Organisten.

12,-- €

CD, 16 Seiten Booklet

Orgeldokumente 7021

Viersen, St. Remigius - Orgel von Gerald Woehl, Marburg, 1984

Hayko Siemens Orgel 

Gerald Woehl hat zunächst kleine Instrumente und Positive gebaut und restaurierte Werke des 18. und 19. Jahrhunderts. Heute ist er als Meister des Baus großer symphonischen Instrumente bekannt. Einen Teil seiner Kenntnisse und Erfahrungen hat er in Frankreich an der großen neoklassizistischen Orgel gewonnen. Die Orgel in Viersen ist einer der großen Meilensteine auf dem langen Weg über die nach strengen Gesichtspunkten gebaute klassische Orgel zur symphonischen Orgel mit klassisch gegründetem Konzept. Gedacht war an ein Werk, das sowohl französische polyphone als auch symphonische Orgelmusik zu interpretieren erlaubt. Gleichzeitig sollte auch deutsche Musik des 18. Jahrhunderts und der Moderne, beispielsweise von Jehan Alain, darstellbar sein. Damit orientiert sich die Orgel vornehmlich an den Instrumenten des französischen Barock, der Silbermann-Familie, ergänzt um typische Register des 19. Jahrhunderts. Das Werk hat 53 Register auf vier Manualen und Pedal.

Hayko Siemens spielt an dieser Orgel

  • César Franck: Grand pièce symphonique
    Andantino serioso - Andante, Allegro, Andante - Allegro non troppo maestoso.
  • Jehan Alain: Trois danses Joies - Deuils - Luttes.

Hayko Siemens wurde 1954 in Schleswig-Holstein geboren. Er ist Schüler von Hans Gebhard, Walter Kraft, Michael Schneider und Marie-Claire Alain. Als Sechzehnjähriger gab er sein Konzertdebut in Berlin. Er wirkte zunächst als Kirchenmusiker an der Erlöserkirche Bad Homburg und ist seit 1998 an der bayerischen Bischofskirche St. Matthäus in München. Heute ist er neben zahlreichen internationalen Verpflichtungen auch Künstlerischer Leiter und Dirigent des Münchner Motetten-Chores.

Ein 16-seitiges Booklet enthält Fotos sowie Beiträge über die Orgel, die Werke und den Organisten.

12,-- €

CD, 16 Seiten Booklet inkl. Fotos, Beiträge

Franz Liszt - Die großen Orgelwerke

Das Komponistenportrait 6001, Orgel der Stadtkirche Winterthur von E. F. Walcker & Cie., Ludwigsburg, 1888, restauriert durch Orgelbau Kuhn, Männedorf, 1984.

Ludger Lohmann, Orgel

Dieses Klangdokument ist ein bemerkenswertes Zeugnis des jungen Ludger Lohmann, der 1986, kurz nach der Preisverleihung in Chartes und nach der Restaurierung durch Wolfgang Rehn, die großen Werke von Franz Liszt an dem zeittypischen Instrument in Winterthur einspielen konn

  • Präludium und Fuge über BACH
  • Variationen über Weinen, Klagen, Sorgen Zagen
  • Ad nos, ad salutarem undam.

Seinerzeit gab es kaum Instrumente dieser Größenordnung, die für diese Kompositionen original oder gut restauriert erhalten waren. Daher ist diese Aufnahme, die 2005 in neuer Auflage herausgebracht wurde, selbst ein historisches Dokument.

Ein 16-seitiges Booklet enthält Fotos sowie Beiträge über die Orgel, die Werke und den Organisten.

12,-- €

CD Kammer- musik, 16 Seiten Booklet.

Duo Biloba

Christiane Pape, Violoncello
Anne-Kathrein Jordan, Klavier

Alfred Schnittke: Sonate für Violoncello und Klavier (1978)
Nadia Boulanger: Drei Stücke für Violoncello und Klavier
Leos Jnáček: Märchen
Robert Schumann: Adagio und Allegro

Duo Biloba

Ein Musizieren im Duo Violoncello/Klavier ist leider nicht mit einer Fahrt auf einem Tandem vergleichbar. Zu verschieden sind die vorgegebenen Klangmöglichkeiten der jeweiligen Instrumente, als dass eine Verschmelzung denkbar wäre.

Wenn Christiane Pape und Anne-Kathrein Jordan miteinander gestalten, entsteht jedoch das erste gemeinsame Staunen, das scheinbar erstmalige Hören von Musik. Der Mikrokosmos Cello/Klavier lässt hier Kammermusik als dramatisches Erlebnis wachsen.

Seit 1991 erarbeitete das Duo kontinuierlich neue Programme von der Klassik bis zur Gegenwart. Die große räumliche Distanz der beiden Künstlerinnen behinderte nicht das regelmäßige Konzertieren in ganz Deutschland, wo sich der beiderseitige Wohlklang in einem leidenschaftlich akzentuierten Dialog entfalten konnte. In diesen Konzerten des Duo Biloba gibt es tatsächlich Momente der Einheit, wo die instrumentalen Voraussetzungen durch gemeinsame Hingabe aufgehoben scheinen. Davon zeugt auch diese Einspielung.
(Peter Thalheimer)

Christiane Pape

studierte Violoncello in Frankfurt/Main bei Gerhard Mantel und bei Wolfgang Boettcher in Berlin. Sie ist Mitglied des Deutschen Kammerorchesters Berlin sowie freischaffende Künstlerin in Berlin und Potsdam. Daneben konzertiert sie vor allen Dingen in Kammermusikensembles im In- und Ausland.

Anne-Kathrein Jordan

studierte Klavier bei Erich Appel in Nürnberg und Klavierkammermusik bei Rainer Hoffmann in Frankfurt/M. Seit 1994 betreut sie Instrumentalisten und Sänger des Windsbacher Knabenchores und ist Liedbegleiterin und Korrepetitorin auf internationalen Kursen. Mit zahlreichen Kammermusikensembles gastiert sie im In- und Ausland.  

12,-- €