Die Orgelbauerfamilie Boden in Helmstedt und Halberstadt

Uwe Pape

Johann Daniel Boden ist durch seine Orgeln in Sambleben und Üplingen in unserer Orgellandschaft gegenwärtig. Aber auch seinen Nachfahren und Schülern in Helmstedt und Halberstadt haben wir schöne und interessante Werke zu verdanken. Zu diesem Personenkreis gehören:

  • Christian Boden, Halberstadt (Orgeln in Cochstedt und Schneidlingen, 1795-99),
  • Heinrich Warnecke, Helmstedt (Orgel in Vorsfelde, 1822, Gehäuse in Wolfsburg, 1825),
  • Wilhelm Boden, Halberstadt (Orgeln in Neuwerk, 1837, Blankenburg, 1838, Wienrode, 1842, Hasselfelde, 1851, Remkersleben, 1857)
  • August Boden, Helmstedt (Orgeln z.B. in Seinstedt, 1841, Braunschweig-Ölper, 1842, und Warberg, 1844),
  • Wilhelm Boden, Helmstedt (Gehäuse in Räbke, 1862, und Leinde, 1864)
  • August Boden, Halberstadt (Orgel in Eichenbarleben, 1865, Etgersleben, 1886-87) und Gebr. Boden
  • Augsut Konrad Boden, Halberstadt, und August Boden & Sohn sowie
  • Albert Boden, Halberstadt

Die Orgelbaugeschichte dieser Familie schließt sich unmittel an das Wirken von Adolarius Papenius (Wirkungszeitraum 1737 bis 1763) und Johann Christoph Wiedemann (Wirkungszeitraum 1757 bis 1787) an, deren Bedeutung in Band 3 gewürdigt wurde. Der Familie Boden und ihrem wichtigsten Schüler Heinrich Warnecke widmen wir die vorliegende Monographie. Damit setzen wir die Serie der Forschungsberichte "Norddeutsche Orgelbauer und ihre Werke" fort. Die Veröffentlichung enthält komplette Werkverzeichnisse und drei Anhänge:

  • Mensuren der Orgel in Sambleben (Franz Rietzsch),
  • eine Abhandlung über die Organistenfamilie Gropengießer und
  • ein umfassendes Orgelbauer-Lexikon für den Wirkungsraum der Familie Boden.

2006, 408 Seiten, 21 Abbildungen, zahlreiche Dispositionen, A4, Broschur, Klebebindung. Norddeutsche Orgelbauer und ihre Werke, Band 4, zugleich 9. Veröffentlichung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Orgeldokumentation (IAOD).

ISBN 3-921140-69-2, 38,-- €, für IAOD-Mitglieder: 33,-- €.